Steuerstrafrecht

23. November 2015 admin Allgemein

Zu dem Steuerstrafrecht zählen Normen, die Zwangsmaßnahmen wegen Zuwiderhandlungen gegen das deutsche Steuerrecht vorschreiben. Was aber sind Steuern? Der Begriff Steuer bedeutet Beihilfe, Stütze, Abgabe. Eine genaue Begriffserklärung lässt sich in § 3 AO finden. Das System der Steuern ist sehr vielschichtig. Es gibt unterschiedliche Steuerarten. Z.B.: Lohnabgaben, Einkommenssteuer, Umsatzsteuer, Abgeltungssteuer, Gewerbesteuer, Ökosteuer, Kinosteuer, Branntweinsteuer, Kaffeesteuer, Stromsteuer, Kfz-Steuer, Erbschaftssteuer, Grundsteuer, Hundesteuer, Zweitwohnsitzabgaben, Schaumweinsteuer, Kirchensteuer und diverses mehr., Das Steuerrecht regelt die Festsetzung und Erhebung von Steuern. Wenn jemand diese Bestimmungen nicht befolgt, greift das Steuerstrafrecht. Die Normen sind größtenteils in der Abgabenordnung zu finden. Im letzten Abschnitt der Abgabenordnung sind die Steuerstraf- und Ordnungswidrigkeitenvorschriften geregelt. Dort finden sich Normen zu der Steuerhinterziehung und zu der Steuerverkürzung plus weitere Bestimmungen über das Steuerstrafrechtsverfahren. Oft gibt es eine Sanktionierung wegen Hinterziehung von Steuern. Das heißt jemand zahlt nicht die gesetzmäßig festgesetzte Höhe der Steuern, verschweigt relevante Tatsachen oder macht unvollständige oder gar keine Angaben gegenüber der Steuerbehörde. Der Straftäter reicht eine falsche oder lückenhafte Steuererklärung ein oder unterlässt es vollständig eine Steuererklärung einzusenden., In allen Städten sind etliche spezialisierte Rechtsanwälte auf zu finden. Es empfiehlt sich einen Fachmann aufzusuchen, da solcher über sehr viel Praxis und Expertenwissen verfügt. Über einen Anwalt kann Akteneinsicht beantragt werden. Die betroffene Person kann dies nicht selbstständig machen. Angesichts der Einsichtnahme kann der Anwalt eine Strategie konstruieren. Es steht dem Betroffenen frei sich zur Sache zu äußern oder zu schweigen. Eine Beteiligung kann kann das Strafmaß sehr wohl positiv beeinflussen. Sofern sich der Verdacht nicht bekräftigt, wird das Verfahren eingestellt. Ansonsten kann das Verfahren gegen Leistung einer Geldsumme eingestellt werden. Es ist angemessen frühzeitig auf eine einvernehmliche Lösung hinzuarbeiten, damit das Ermittlungsverfahren zügig abgeschlossen werden kann. Andernfalls kann sich ein solches Verfahren sehr in die Länge ziehen. Besonders, weil es zahlreiche Ermittlungsverfahren gibt und die Ermittlungen oftmals total lange andauern. Wenn es zu keiner Vereinbarung kommt, dann wird ein gerichtliches Verfahren eingeleitet. Während des Verfahrens wird geprüft, inwiefern Steuerhinterziehung oder eine sonstige Steuerstraftat gegeben ist. Letztendlich entscheidet der Richter durch Urteilsspruch. Dann kommt entweder eine Schuldigsprechung oder ein Schulderlass oder eine Geldstrafe oder die Einstellung des Gerichtsverfahrens., Die Bestrafung ist entweder Geldbuße oder Freiheitsstrafe. Das beurteilt sich nach der Höhe, dem Ausmaß und zusätzlichen Punkten. Steuerordnungswidrigkeiten können lediglich mit einer Geldstrafe bestraft werden. Hierzu zählt z.B. die Kürzung der Steuer, Steuergefährdung oder anderes. Es können zusätzlich in anderen Gesetzesbüchern Normen zu finden sein. Zum Beispiel im Umsatzsteuergesetz. In den letzten Monaten haben Personen selbst Anzeige gegen sich erhoben. In diesem Fall kann eine Strafbefreiung ergehen. Es ist ratsam generell einen Rechtsberater einzuschalten, weil das Steuerstrafrecht sehr umfassend ist. Wenn irgendjemand in die Verdächtigung der Steuerhinterziehung gelangt, wird ein Strafverfahren eingeleitet. Es wird dann geprüft, ob wahrhaftig ein Verdacht gegeben ist. Die Steuerfahnder führen allerlei Ermittlungen durch. Hierzu gehört unter anderem die Hausdurchsuchung, die Beschlagnahmung und Vernehmungen von Personen. Bei der Hausdurchsuchung können die Fahnder Dinge und Unterlagen beschlagnahmen. Anforderung einer derartigen Durchsuchung ist immer ein richterlicher Beschluß. Ansonsten dürfen die Beamten das Gebäude nicht betreten und erst Recht nichts einziehen. Auf Grund der hohen Anzahl an Steuerhinterziehungen nimmt die Anzahl an Kanzleien zu, die sich darauf spezialisieren.

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